Solange Sie Gewinne im Betrieb belassen, um zu investieren, Rücklagen aufzubauen oder beispielsweise ein neues Fahrzeug oder eine Lagerhalle zu finanzieren, zahlen Sie in der GmbH lediglich etwa 30 % statt bis zu 48 %. Bei einem einbehaltenen Gewinn von 100.000 € bedeutet dies schnell 15.000–18.000 € mehr Liquidität, die im Unternehmen verbleibt, anstatt an das Finanzamt abgeführt zu werden.
Der Haken ist, dass sobald Sie Gewinne aus der GmbH privat an sich ausschütten, zusätzlich Abgeltungsteuer (25 % + SolZ) bzw. Steuer im Teileinkünfteverfahren anfällt. Die Gesamtbelastung ausgeschütteter Gewinne liegt dann ungefähr auf dem Niveau eines Einzelunternehmens – teilweise sogar leicht darüber.
Die GmbH ist steuerlich also vor allem dann vorteilhaft, wenn Sie nicht jeden Euro Gewinn sofort privat entnehmen, sondern einen relevanten Teil im Unternehmen reinvestieren oder ansparen. Dies ist bei wachsenden Handwerksbetrieben in der Energiewende-Branche fast immer der Fall.
Zusätzlich profitieren Sie von nicht-steuerlichen Vorteilen wie der Haftungsbeschränkung, einem klar geregelten Geschäftsführer-Gehalt, einer besseren Übergabe- und Verkaufsfähigkeit sowie einem professionelleren Auftreten gegenüber Banken und großen Auftraggebern.